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| Weiße Krise |
Am 7. Januar 2008 startete die „Arbeitsbühne“ Nordhorn mit ihrem neuen Projekt.
25 junge Leute entwickeln unter professioneller Leitung ein Theaterstück und werden intensiv auf das Berufsleben vorbereitet.
Aufgabe für die Teilnehmenden der „Arbeitsbühne II“ ist es, gemeinsam innerhalb von fünf Monaten unter professioneller Anleitung ein Theaterstück zu entwickeln und in hoher Qualität umzusetzen. Die Theaterpädagogin und Regisseurin Barbara Kiwitt wird dabei von der Sozialpädagogin Bettina Winter, unterstützt.
Aktuell steht allerdings die künstlerische Arbeit im Vordergrund, denn die Premiere des Stückes wird am 16.05.08 in der Alten Weberei in Nordhorn sein.
Auf hohem Niveau mit vielfältigen stilistischen Mitteln wird hier ein gleichsam anspruchsvolles wie aktuelles Thema bearbeitet: Tun und „Nicht tun“. Sinn und Unsinn von Aktivität und Passivität, Arbeit und nicht Arbeit.
Zum Inhalt
Bankangestellter, Politesse, Produktionshelferin, Krankenschwester, Floristin, Managerin, Forscherin, Lehrerin, Hotelfachmann etc. gehen ihrer Arbeit nach. Jeder der elf Arbeiter, hat sich zurechtgefunden im Arbeitsystem, mehr oder weniger erfolgreich, mehr oder weniger lustvoll. Aber es funktioniert, die Arbeit gibt Struktur, Sinn, Anerkennung, Sicherheit, auch wenn sie bei dem einen oder anderen eine Bürde ist, nervt, unter Druck setzt, bis zur Erschöpfung führt. So hat der auf dem Bau arbeitende Helmut den ganzen Tag was zu fluchen, zu quengeln, die Managerin ist natürlich immer gestresst, die Krankenschwester glücklich, weil sie helfen kann. Der eine liebt sie, der andere hasst sie, der dritte macht einfach, der vierte kann nicht mithalten. Und dann ist sie plötzlich weg – die Arbeit. Sie verschwindet und lässt elf Menschen zurück.
Zu sehen ist der Versuch dieser Menschen, das plötzliche Nichts zu füllen. Maurer, Forscherin, Künstlerin retten sich in Kinderspiele, fangen an mit ihren Hände zu sprechen, entgleisen in eine maßlose Feierei um das Verschwinden der Arbeit zu verdrängen, was in völliger Destruktion endet. |
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Der krampfhafte Versuch, sich irgendwie zu beschäftigen wird sichtbar in wahnwitzigen Tätigkeiten, dem sich einreden, dass man wichtig ist und dem Widererschaffen der anfangs verhassten engen Strukturen.
Das Stück zeigt die Angst des Menschen vor dem nichts tun, die Herausforderung und die vielfache Unfähigkeit der Menschen in einer sich über Leistung und Arbeit definierenden Gesellschaft seinen Platz zu finden.
Die Premiere ist am 16.05.08 in der Alten Weberei in Nordhorn.

Weitere Aufführungen
Nordhorn 16.05. 20 Uhr, alte Weberei
Lingen 24.05. 20 Uhr, Wekstattbühne
Emlichheim 26.05. 11 Uhr, Aula
Neuenhaus, 30.05. 11 Uhr, Aula
Schüttorf, 22. 05. 20 Uhr, Komplex
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Rufen Sie uns an oder schicken uns eine Mail:
office@arbeit-bildung-zukunft.de
oder schauen Sie vorbei:
abz arbeit·bildung·zukunft GmbH Ochsenstraße 9 48529 Nordhorn
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Die Webseite des Projektes
Arbeitsbühne II finden sie hier!
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